Die Winterlinde (Tilia cordata) gedeiht vom Atlantik, Mittel- und Nordeuropa bis zum Ural, über Zentralrussland bis Westsibirien. In der Schweiz ist die Winterlinde häufiger als die Sommerlinde und bevorzugt geschützte Lagen im Mittelland und in Föhntälern. Beide Linden wurden an zahlreichen Orten angepflanzt, an denen sie ursprünglich nicht vorgekommen sind.
An den ihr entsprechenden Standorten in den Voralpen und im Bergland wachsen Linden bis etwa 1500 m. ü. M. Sie schätzen frische, nährstoff- und basenreiche, oft kalkhaltige bis mässig steinige Böden. Grössere Bestände sind eher selten
An das Vorkommen von Linden machen viele Flur-, Orts- und Regionalnamen aufmerksam: Linden, Schönlinde, Lindau, Linz, Limpach, Lindenbühl, Lindenegg, Lindenberg, Lindenwald oder Lindenholz. Von der französischen Bezeichnung "Tillend" stammen die Ortsnamen Theil, Thy, Tilla sowie Tilly. Nebst Gasthäusern "Zur Linde" oder "Zu den drei Linden" leiten sich auch Familiennamen von dieser Baumart ab: Linné, Linde, Van der Linde, Lindner, Lindenmann, Lindelius oder Tiliander.
Linden einen hohen ökologischen Wert. Durch ihr feingliedriges, tiefgehendes Herzwurzelwerk werden die Waldböden gefestigt. Das sich schnell, innert Jahresfrist zersetzende, viel Eiweiss und Kalk enthaltende Lindenlaub verbessert die Bodenqualität wie kaum eine andere Baumart.
Auch für Mensch und Tier sind Linden seit alters her ein Segen. Wir Menschen schätzen die Heilkräfte, beispielsweise als Lindenblütentee. Der würzige Duft der Blüten lockt zahlreiche Insekten an und bietet vor allem Bienen eine ausgezeichnete Weide.
Begib dich auf eine stimmungsvolle Entdeckungsreise durch den malerischen Oberaargau und das sanfthügelige Emmental. Die 16er-Linden-Touren laden dich ein, die Pracht prunkvoller Bauernhöfe zu bewundern und auf aussichtsreichen Hügelzügen den Blick weit über die Alpenkette und den Jura schweifen zu lassen.
Auf sechs sorgfältig zusammengestellten Tages-Rundtouren gleitest du auf verkehrsarmen Wegen durch eine intakte Natur. Unterwegs säumen 100 stolze Linden, historische Denkmäler und ehrwürdige Gedenksteine deinen Pfad – sie alle halten die Erinnerung an das legendäre Oberaargauer Infanterieregiment 16 wach.
Mit Streckenlängen zwischen 45 und 64 Kilometern sowie 900 bis 1500 Höhenmetern bieten dir diese Routen den idealen Rahmen für einen erlebnisreichen Ausflug. Ein wahrer Leckerbissen für E-Bike-Liebhaber, welche die sportliche Herausforderung mit einer Prise Militärgeschichte und tiefer Heimatverbundenheit verbinden möchten.
Bike-Trail 1: ab Burgdorf
Gesamtstrecke 53.5km
Höhenunterschied 913m
Zeitbedarf ca. 4h59